Im Oktober 2024 führte uns unsere zweite Fototour in die faszinierende Landschaft der Sächsischen Schweiz. Ausgangspunkt war die kleine, charmante Stadt Pirna – noch im Dunkeln, voller Hoffnung auf jene besonderen Morgen, die nur der Herbst schenken kann: Nebel, Farben und Stille.
Unser Ziel war klar: der Lilienstein. Die Erwartungen waren hoch – wir sehnten uns nach mystischen Nebellandschaften, durchzogen von „Indian Summer“-Farben. Und tatsächlich: Alle Hoffnungen sollten sich erfüllen.
Noch vor dem ersten Licht, gegen 5 Uhr morgens, begann der Aufstieg. 595 Holz- und Eisenstufen führten uns im Dunkeln hinauf. Die Welt war still, nur das leise Geräusch unserer Schritte und das gleichmäßige Atmen begleiteten uns. Die Kopflampen zeichneten schmale Lichtkegel in die Nacht.
Oben angekommen, wurden wir belohnt – mit einem Schauspiel, das sich kaum in Worte fassen lässt: Ein wahres Nebeldrama breitet sich vor uns aus. Nebelschwaden waberten durch die Täler, während die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft in warmes Gold tauchten. Die herbstlichen Wälder leuchteten in intensiven Orange-, Rot- und Brauntönen.
Der anstrengende Aufstieg war vergessen. Statt Müdigkeit: Staunen. Statt Kälte: Gänsehaut. In diesen Minuten entstanden Bilder, die mehr waren als Fotografien – sie waren eingefangene Stille, Licht und Emotion.
Diese Morgenstunden auf dem Lilienstein bleiben unvergessen. Eine Fototour, die gezeigt hat, wie sehr sich Geduld, frühes Aufstehen und Vertrauen in die Natur lohnen.








































